Wolfach forciert den Breitbandausbau

In der Runde mit Bürgermeister Thomas Geppert und Fraktionsvertretern beim Gemeindebesuch in Wolfach ging es hauptsächlich um die Pandemie, die aktuellen Auswirkungen auf Gastronomie und den Handel sowie die Zeit nach der Pandemie. Thorsten Frei zeigte sich zuversichtlich, dass man die Krise trotz der aktuell schwierigen Lage mit hohen Inzidenzen und hoher Auslastung der Kliniken mit dem erreichten Impftempo bald überwinden kann – auch in wirtschaftlicher Hinsicht.
Thomas Geppert verknüpfte seine Begrüßung im Saal des Alten Bahnhofs mit einem Dank an den Bund. Der Verzicht auf den Gewerbesteueranteil sei für die Stadt nicht nur notwendig, sondern existenziell gewesen. Er dankte auch für die hohen Förderungen beim jetzt verstärkt angeschobenen Breitbandausbau in der Stadt oder für die Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik.
Hierzu meinte Thorsten Frei, dass es für die Bundesregierung eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, die Kommunen angesichts der pandemiebedingten Ausfälle zu unterstützen, ebenso für das Land, das ebenfalls seinen Verzicht erklärt hatte: „Wir wissen, dass zwei Drittel der Investitionen der öffentlichen Hand im kommunalen Bereich getätigt werden. Entsprechend ist es wichtig, die Kommunen zu stützen, um dadurch auch die Wirtschaft zu fördern. Hohe Auslastungen in der  Industrie wie volle Auftragsbücher in Handwerksbetrieben sind gute Zeichen für diese Politik.“
Frei ging auch auf die milliardenschweren Programme des Bundes für die Kommunen ein. Der Bund habe in den vergangenen Jahren angesichts von Rekordsteuereinnahmen, aber auch nach gestellten Forderungen deutlich mehr Verantwortung übernommen, etwa beim Ausbau der gewünschten Kinderbetreuung, bei der Schuldigitalisierung oder dem Breitbandausbau. Allein 70 Millionen Euro für meinen Wahlkreis im vergangenen Jahr sei eine unglaubliche Fördersumme, aber auch ein Zeichen der Investitionskraft der 25 Wahlkreisgemeinden. „Ein Riesenbatzen geht zu meiner Freude nun nach Wolfach, nachdem der Gemeinderat hier zu Recht Prioritäten gesetzt habe. Schließlich ist der Breitbandausbau die Antwort auf die Gretchenfrage, wie man den Anschluss an die Ballungszentren kann. Ich sehe diesen als Riesenchance für ländlichen Raum, wenn auch hier Arbeit erledigt werden kann, für die man heute noch in die Städte pendeln muss.“
Bürgermeister Geppert untermauerte die Ambitionen der Stadt: „Wir haben den festen Willen, jetzt und in den nächsten Jahren ins Netz zu investieren und auch die Schulen digital aufzurüsten.“ Frei bestärkte ihn in seinem Vorhaben: „Ich habe bei meinen jüngsten Besuchen schöne Beispiele gesehen, wie auch kleine Schulen ausgerüstet wurden, allerdings auch, dass noch vielfach Luft nach oben ist. Das kann man ändern, denn von den 6,5 Milliarden Euro des Bundes kann noch viel Geld abgerufen werden.