Über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Landkreisen Nordsachsen und Meißen haben am Mittwochabend in Wermsdorf über die Zukunft des ländlichen Raums zwischen Dresden und Leipzig diskutiert. Eingeladen hatten die Mittelstands- und Wirtschaftsunion der Kreisverbände Meißen und Nordsachsen sowie die örtliche Bundestagsabgeordnete Christian Schenderlein. Ehrengast des Abends war Thorsten Frei, neu gewählter Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der in seinem Impuls einen umfassenden Überblick über die wirtschaftspolitischen Ziele der Unionsfraktion gegeben hat.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Unternehmensnachfolge. Bundesweit planen bis Ende 2026 rund 186.000 mittelständische Unternehmen eine Übergabe. Weitere 243.000 planen die Stilllegung, weil sie keinen Nachfolger finden.
„Das Thema Unternehmensnachfolge ist für unseren deutschen Mittelstand essenziell. Die Politik kann aber keinen Nachfolger vorschreiben. Sie muss dafür sorgen, dass eine Übergabe nicht an Bürokratie, am Steuerrecht oder schlechten Rahmenbedingungen scheitert. Wir als CDU/CSU Bundestagsfraktion arbeiten daran, dass es sich auch in Zukunft lohnt, ein Unternehmen zu führen und Verantwortung als Arbeitgeber zu übernehmen.“, sagte Thorsten Frei. In diesem Zusammenhang bat er um Geduld, bis die zahlreichen bereits von der Bundesregierung angestoßenen, teils tiefgreifenden Reformen wirken. Immerhin gibt es nach seiner Wahrnehmung erste positive Entwicklungen, wenn man beispielsweise auf die wachsende Zahl von Start-Ups,die steigenden Direktinvestitionen und die wieder zunehmenden Exporte blickt. Darauf kann und muss Deutschland mit Optimismus blicken.
Im Anschluss stelle sich Thorsten Frei den Fragen der Unternehmerinnen und Unternehmen. Steuerpolitische Themen, aber auch Fragen nach Bürokratieabbau dominierten die Diskussion. Der Abend stieß bei den Unternehmern auf eine positive Resonanz.
