Unabhängiger Journalismus existenziell für freiheitliche Gesellschaft

Thorsten Frei spricht derzeit mit vielen Unternehmern in der Region über deren wirtschaftliche Situation, aber auch die Chancen nach dem Corona-Einschnitt. Beim Südkurier-Medienhaus kommt, wie in vielen Unternehmen auch, die digitale Transformation hinzu. Peter Selzer, seit Oktober mit Michel Bieler-Loop Geschäftsführer der Konstanzer Südkurier GmbH, zeigte sich beim Antrittsbesuch im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten zuversichtlich, dass sein Unternehmen, das sich in den vergangenen Jahren nicht nur aufs Zeitungsgeschäft fokussiert hat, sondern unter anderem mit einem Zustellservice oder Internetdienstleistungen breiter aufgestellt hat, diesen Prozess meistern wird.
Das traditionelle Zeitungsgeschäft ist seit Jahren bundesweit rückläufig. In einigen Jahren wird es möglicherweise keine gedruckten Exemplare mehr geben, weil sich Papierzeitungen bei einem gewissen Auflagenniveau wirtschaftlich nicht mehr rechnen. Auf der anderen Seite läuft das digitale Geschäft mit entsprechenden Abos immer besser. Das macht den Verlagen Mut. Doch noch steigen die über digitale Inhalte generierten Umsätze nicht in dem Maße, wie die Umsätze im Printbereich sinken. Viele Verlage werden, so allgemeine Prognosen, diese Entwicklung nicht überstehen. 
Thorsten Frei betonte, dass er angesichts aktueller Entwicklungen im Netz mit gezielten Falschmeldungen und als Fake News bezeichnete Tatsachen froh sei, in Deutschland ein gebührenfinanziertes Radio und Fernsehen und dadurch unabhängigen Journalismus zu haben. Ebenso wichtig seien aber auch journalistische Leistungen. Der Gesellschaft müsse diese Leistung etwas wert sein. „Die Frage ist nur, wieviel“, meinte Thorsten Frei. Möglicherweise müsse der Staat Mittel bereitstellen, um die „vierte Gewalt“ im Staat zu stützen. Denn sowohl Peter Selzer wie auch Thorsten Frei ist klar: Ohne unabhängigen Journalismus geht es in unserer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft nicht.