Schüler des Villinger Gymnasiums am Romäusring zu Gast bei Thorsten Frei im politischen Berlin

84 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums am Romäusring befinden sich derzeit im Rahmen ihrer Abschlussfahrt in Berlin. Von Montag bis Freitag erwartet die Gruppe ein vielseitiges Programm, das von ihrer Lehrerin Tanja Neininger-Armbruster organisiert wurde.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war der Besuch des Deutschen Bundestages. Nach einer langen Nacht am Vortag trafen die Jugendlichen am Nachmittag im Paul-Löbe-Haus auf Thorsten Frei, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes sowie direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar. Er gewährte den Schülerinnen und Schülern Einblicke sowohl in die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten als auch in seine Tätigkeit als Bundesminister.

Im anschließenden Gespräch nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, eigene Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen. Dabei erkundigten sie sich unter anderem nach der weiteren Entwicklung der Minijobs sowie nach seinem persönlichen Werdegang und der Frage, ob er bereits früh den Wunsch gehabt habe, Bundestagsabgeordneter zu werden. Frei verneinte dies und berichtete, dass er als Kind zunächst Polizist wie sein Vater werden wollte, nach dem Abitur jedoch Jura studiert und als Rechtsanwalt gearbeitet habe, bevor er schließlich den Weg in die Politik eingeschlagen habe. Darüber hinaus interessierten sich die Jugendlichen für Zukunftsinvestitionen, insbesondere in den Ausbau der Netze und die Infrastruktur der Deutschen Bahn. Frei erläuterte, dass die Bundesregierung bis 2029 insgesamt 100 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur investieren werde und damit deutlich mehr Mittel bereitstelle als in der Vergangenheit. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der Umgang mit sozialen Medien und die Frage, wie politische Kommunikation in digitalen Räumen gelingen kann. Frei betonte, dass es wichtig sei, auch Menschen zu erreichen, die sich vor allem über digitale Kanäle informieren. Gleichzeitig müsse politische Kommunikation verantwortungsvoll bleiben und dürfe nicht durch übermäßige Zuspitzungen oder Vereinfachungen allein auf Reichweite ausgerichtet werden.

Nach dem Gespräch wurden noch ein gemeinsames Gruppenfoto sowie zahlreiche Selfies aufgenommen. Der Besuch bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Politik aus nächster Nähe kennenzulernen und einen persönlichen Einblick in die Arbeit des Deutschen Bundestages zu erhalten.