In einem Interview mit der Rheinischen Post hat Kanzleramtsminister Thorsten Frei deutlich gemacht, dass das deutsche Gesundheitssystem dringend reformiert werden muss. Trotz jährlicher Ausgaben von rund 500 Milliarden Euro zählt Deutschland zwar zu den Spitzenreitern bei Arztbesuchen und Krankenhausbetten, erreicht bei den gesunden Lebensjahren jedoch nur Mittelmaß.
Für Frei ist klar: Künftig braucht es mehr Eigenverantwortung der Versicherten und eine effizientere Steuerung der Versorgung. Ein zentraler Schritt sei dabei das Primärarzt-Prinzip, wonach Patientinnen und Patienten zunächst den Hausarzt aufsuchen, bevor Fachärzte eingeschaltet werden. So ließen sich unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden und die Kosten besser kontrollieren.
„Wir müssen dafür sorgen, dass aus den enormen Beiträgen, die die Menschen zahlen, auch die bestmögliche Leistung für ihre Gesundheit entsteht“, betont Frei. Sein Ziel: ein modernes, leistungsfähiges und nachhaltiges Gesundheitssystem, das den Versicherten langfristig Sicherheit gibt.
