FREIWILLIGE RÜCKKEHR MIT MEHRWERT

Thorsten Frei besuchte in Donaueschingen als Abgeordneter des Wahlkreises Schwarzwald-Baar/Oberes Kinzigtal und in seiner Funktion als Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Unterausschuss „Zivile Krisenprävention“ eine vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte, richtungsweisende Orientierungsmaßnahme für Flüchtlinge mit geringer oder fehlender Bleibeperspektive.
Im Rahmen eines zweistufigen Pilotprojektes kooperieren vor Ort das Regierungspräsidium Freiburg, das Berufsförderungswerk der Südbadischen Bauwirtschaft GmbH, die Handwerkskammern Freiburg und Konstanz sowie die Caritas als in den Erstaufnahmestellen tätiger Verband der Unabhängigen Sozial- u. Verfahrensberatung, um Flüchtlingen mit geringer bzw. fehlender Bleibeperspektive, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Donaueschingen, Villingen und Freiburg untergebracht sind, eine sinnhafte Beschäftigung zu bieten. Dort werden ihnen im Rahmen einer Orientierungsmaßnahme vorbereitende Maßnahmen für Ihre Re-Integration in ihren Heimatländern angeboten.
Nach einer fundierten Evaluation der Berufskompetenzen der Flüchtlinge – unabhängig von ihrer Bleibeperspektive – können insgesamt 32 Flüchtlinge, die seit längerer Zeit in den örtlichen Erstaufnahmeeinrichtungen verweilen, durch berufsorientierende Module die unterschiedlichen Arbeitsfelder in den Bereichen Holz-, Fliesen-, Trocken-, Gipskarton-, Wege- und Dachbau kennenlernen – davon 16 am Ausbildungszentrum Donaueschingen. Thorsten Frei betonte im Gespräch mit den Verantwortlichen wie wichtig es ist, „den Flüchtlingen die Aufnahme einer unentgeltlichen Beschäftigung zu ermöglichen, um ihnen durch Qualifizierung und Erhalt eines Zertifikats Perspektiven für die Rückkehr in ihre Heimat zu geben. Das nach vier Wochen erteilte Zertifikat erhöht die Chancen der Teilnehmer, von Re-Integrationsmaßnahmen im jeweiligen Heimatland zu profitieren“.
Für den Abgeordneten war am Ende aber auch klar, dass dieses Pilotprojekt keinesfalls eine schnelle, und treffsichere Entscheidung der anhängigen Asylverfahren beeinflussen oder gar verhindern dürfe. Wir müssen weiter mit Hochdruck daran arbeiten, das gesamte Asylverfahren schneller als in den aktuell drei Monaten abzuschließen“, machte Frei deutlich. „Das sind wir sowohl den Flüchtlingen, als auch den Menschen bei uns schuldig.“