EZB muss gegen die Inflation steuern

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gestern auch angesichts der immer weiter steigenden Verbraucherpreise angekündigt, sie werde „alles Notwendige“ tun, um Preis- und Finanzstabilität im Euro-Raum zu gewährleisten. Damit nahm sie auch Bezug auf den Ukraine-Krieg, da die russische Invasion dort ein sicherheitspolitischer Wendepunkt für Europa sei, der auch für große Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten sorge.
Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Thorsten Frei, kritisierte gegenüber BILD: „Im Grunde hat die EZB das entscheidende Problem heute erneut vertagt: Etwas weniger Anleihekäufe ja, Zinsschritt möglicherweise irgendwann. Sie bleibt damit deutlich hinter der amerikanischen Notenbank zurück. Das ist ein riskanter Zug und wird die Inflation nicht nachhaltig eindämmen können.“
„Der Krieg wird der Inflation nochmals einen massiven Schub geben. Ich wäre nicht überrascht, wenn die Inflation in den nächsten Monaten im Jahresvergleich einen großen Satz in Richtung zehn Prozent macht! Die Verbraucher werden das jeden Tag in allen Bereichen des Lebens bitter spüren. Der fleißige Sparer ist der Dumme.“ Und deswegen fordert der CDU-Politiker die EZB zum Handeln auf: „Die EZB muss endlich ihrem Mandat gerecht werden und dieses Mandat heißt: Geldwertstabilität.“