Die Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal betreibt unter anderem in Haslach eine Werkstatt für Menschen mit Handikap und sie investiert stark in neue Angebote und Wohnhäuser in der Region, wie etwa das im August 2024 eröffnete Wohnhaus in Hausach im Wahlkreis von Thorsten Frei. Dieses besuchte Frei in Begleitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Burger und Vorstand Martin Schmid.
Hausleiter Raphael Leukel führte durch das 2024 fertiggestellte Haus mit seinen 24 Bewohnern und einer Tagesgruppe. Leukel zeigte die Gemeinschaftsräume und mit dem Einverständnis eines Bewohners auch dessen privaten Wohnraum, ein Zimmer mit Dusche, Waschtisch und WC. Als Vorteil, so Leukel, habe sich die von den Förderrichtlinien vorgegebene Aufteilung in vier4 Kleingruppen à sechs Bewohner bewährt. „Wir haben durch die geteilten Wohnbereiche deutlich weniger Konfliktpotenzial.“ Mit Stolz zeigte er auch den so genannten, durch Spenden finanzierten Snoezel-Raum. Hier können Bewohner z.B. nach einem stressigen Alltag mit Entspannungsmusik und Lichtspielen zur Ruhe kommen.
Themen waren neben der Reform der Eingliederungshilfe auch die Diskussion um die Abschaffung der Minijobs. Hiervon betroffen wären beispielsweise die Fahrer des DRK, welche für die Lebenshilfe die Fahrten zur Werkstatt durchführen. Hier wünscht sich Schmid eine pragmatische Lösung für alle Seiten. Kritisch sieht man auch manche gesetzliche Vorgabe, die die Kosten der Eingliederungshilfe unnötig in die Höhe treiben: „Wir hätten beispielsweise auf das Haus gerne noch ein Stockwerk für 12 weitere Bewohner draufgesetzt. Das ist aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen aber nicht erlaubt“, sagte Martin Schmid.
Thorsten Frei bedankte sich für Führung und Einblick bei Hausleitung und Bewohnern. Überrascht zeigte er sich, dass viele Mitarbeiter seit Jahren bei der Lebenshilfe arbeiten würden. „Das zeugt von guter Arbeit und einem guten Arbeitsklima.“
