Antrittsbesuch bei Triberhs Bürgermeister Sven Ketterer

Mit 81,2 Prozent der Bürgerstimmen ist der bisherige Stadtbaumeister Sven Ketterer im November zum neuen Bürgermeister der Wasserfallstadt Triberg gewählt worden. Schon nach der Wahl gratulierte Thorsten Frei dem Nachfolger des langjährigen Rathauschefs Dr. Gallus Strobel zu dessen Wahlsieg und zum neuen Amt. Am Samstag war der Wahlkreisabgeordnete zum Antrittsbesuch zu Gast im historischen Rathaus.

Im Gespräch ging es hauptsächlich um die Finanzsituation der Kommunen. Mit einem Minus von 600 000 Euro im laufenden Haushalt steht Triberg zwar noch gut da, aber zuletzt stark gestiegene Sozial- und Pflichtaufgaben haben auch hier dafür gesorgt, dass der Sanierungsstau größer und die finanziellen Spielräume kleiner geworden sind. Ketterer machte klar, dass es weiter auf Unterstützung des Bundes ankommen werde, gleichzeitig die Kommunen vieles auf den Prüfstand stellen müssten, darunter auch freiwillige Leistungen.

Thorsten Frei betonte, dass es ihm persönlich wichtig war, dass die Kommunen vom Sondervermögen des Bundes partizipieren und mit Investitionen vor Ort die Konjunktur ankurbeln können. In Triberg ist beispielsweise rund eine Million Euro in das neue Feuerwehrhaus geflossen. „Zusammen mit Förderungen des Landes wird das neue Feuerwehrhaus für 5,6 Millionen damit zu 95 Prozent gefördert. Das hilft uns natürlich enorm“, dankte Ketterer für die Unterstützung.

Frei machte aber auch klar, dass der Bund die Kommunen entlasten müsse. „Gerade die Sozialausgabe haben sich in wenigen Jahren verdoppelt, während die Wirtschaft nicht gewachsen ist. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.“ Er betonte, dass die Entlastung aber nicht allein durch Geld, sondern auch die generelle Leistungskürzungen erfolgen müsse. Den Status quo könne sich der Staat nicht mehr leisten.

Ein Beispiel für den Investitionsstau in Triberg ist das Schwimmbad. Zwar gab es hier vor wenigen Jahren die Aussicht auf eine Million Euro Sanierungsförderung vom Bund. Dennoch konnte die Stadt die weiteren notwendigen Millionen für die Sanierung nicht aufbringen. „Wir haben glücklicherweise einen sehr guten Schwimmmeister, der auch die alte Technik aus den 1970ern am Laufen halten kann. So bleibt das Bad in der hier kurzen Badesaison glücklicherweise geöffnet“, meinte Ketterer.

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