Bankwirtschaftliche Tagung: Frei zu Wirtschaftslage und Reformvorhaben

Auf der 81. Bankwirtschaftlichen Tagung der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in Berlin sprach Thorsten Frei über die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands und die Reformvorhaben der Bundesregierung.

Unter dem Tagungsmotto „WIR für morgen – Deutschland 2035” betonte Frei die besondere Stärke des genossenschaftlichen Modells: die Nähe zu Menschen und Unternehmen vor Ort als Grundlage für Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts fragiler Konjunktur, geopolitischer Spannungen und demografischen Wandels brauche Deutschland jetzt Reformbereitschaft – von der Politik ebenso wie von allen gesellschaftlichen Akteuren.

Frei verwies auf konkrete Maßnahmen der Bundesregierung: das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen, das Sofortprogramm zur Energiepreissenkung mit rund zehn Milliarden Euro Entlastung jährlich sowie das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Auch Reformen in der Pflege- und Rentenversicherung stünden an. Im Finanzsektor sprach er sich für den Abbau von Bürokratie, praxistauglichere EU-Regulierung für kleinere Institute und den Erhalt des bewährten Institutssicherungssystems aus.