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Volksbank-Vorstände fordern Impulse von der Politik

Im Geschäftsjahr 2018 setzte sich die positive Entwicklung der Volksbank eG Schwarzwald Baar Hegau fort. Und auch in Bezug auf digitale Serviceleistungen für ihre Kunden hat man in den vergangenen Jahren viel investiert. Man sieht sich entsprechend gut gerüstet für die kommenden Jahre. Allerdings erwarten die beiden Volksbankvorstände Joachim Straub und Ralf Schmitt angesichts der eingetrübten Konjunktur, ersten Entlassungen und Insolvenzen in der Region ein Signal von der Politik. Dies machten die beiden Vorstände bei einem Gespräch über Entwicklungen an den Finanzmärkten und in der regionalen Wirtschaft mit Thorsten Frei in der Villinger Volksbank deutlich.

 

Die Diskussionen um die Antriebstechnik der Zukunft und natürlich der Wirtschaftskrieg zwischen USA und China, den größten Automärkten der Welt, würden sich leider sehr negativ auf die hiesigen Automotive-Zulieferer auswirken. Mit eigenen politischen Instrumenten könne man die Einbrüche nicht kompensieren, schon gar nicht die allgemeine Unsicherheit, meinte Thorsten Frei. Die Union bemühe sich aber schon lange um eine Entlastung der Wirtschaft. Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Bevölkerung und Entlastungen für weitere sechs Prozent sei für ihn ein guter Schritt. Eine Einkommensteuersenkung und eine Reform der Unternehmensbesteuerung habe die Union zudem schon lange für eine Entlastung des Mittelstands geplant. Der Koalitionspartner spiele in der Sache leider nicht mit. Die SPD wolle sogar die Vermögenssteuer wieder einführen. „Wir lehnen das ab, erst recht mit Blick auf die  aktuellen Rekordsteuereinnahmen“, meinte Frei zu den nicht einfachen Verhältnissen in Berlin.

 

Nicht einfach haben es auch die Banken. Mit der anhaltenden Niedrigzinsphase breche das bewährte Geschäftsmodell weg. Von Negativzinsen hätten Sie und auch alle Sparer nichts, meinte Ralf Schmitt. Kritik äußerte Joachim Straub auch an der zunehmenden Bürokratisierung und dem Kontrollwahn seitens der EU.