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B 33-Umfahrung Haslach großes Thema im Kinzigtal

Gewöhnlich sprechen Bürgermeister bei Besuchen von Thorsten Frei über die Projekte, Probleme oder Wünsche der eigenen Stadt oder Gemeinde. In den zum Wahlkreis im Oberen Kinzigtal gehörenden Kommunen ist das derzeit anders. Hier hat sich buchstäblich ein Problem aufgestaut, das nicht nur Nerven und Zeit kostet, sondern bei den Unternehmen richtig ins Geld geht. Denn täglich stauen sich die Fahrzeuge vor und in Haslach, weil die Bundesstraße 33 zwischen Steinach und Haslach sowie um Haslach nicht ausgebaut ist. In den Stoßzeiten verliert man hier schnell 20 Minuten auf der Straße.

So hat auch Siegfried Scheffold, Bürgermeister der Stadt Hornberg, beim jüngsten Besuch von Thorsten Frei um dringende Abhilfe gebeten. „Die Umfahrung würde es in Relation von Kosten und Nutzen auch relativ günstig für rund 45 Millionen Euro geben“, meinte Frei gegenüber Scheffold im historischen Rathaus Hornbergs im Beisein der beiden Ortsvorsteher der zwei Stadtteile Reichenbach und Niederwasser, Gottfried Bühler und Bernhard Dold. „Am Geld liegt es nicht. Der Bund baut derzeit alles, was auch geplant und genehmigt ist, doch mangels Planungskapazitäten ist man seitens des Regierungspräsidiums leider bei Haslach noch nicht soweit“, meinte Frei. Mit einem Baustart vor 2020 ist daher nicht zu rechnen.

Leider sei auch Haslach selbst noch das Problem, fügte Siegfried Scheffold hinzu: „Obwohl die Haslacher selbst unter den Verkehrsstaus leiden, gibt es immer noch Stimmen, die keine Umfahrung wollen, sondern lieber einen nicht zu finanzierenden Tunnel.“ Hier müsse die Politik klar machen, dass die Interessen der Region klar über den Interessen der Haslacher stehen“, forderte Scheffold und wurde darin von Thorsten Frei unterstützt. Noch 2012 hatte der Gemeinderat mit 13:6 Stimmen gegen eine Umfahrung und pro Tunnel gestimmt.

Ganz ohne eigene Themen blieb Bürgermeister Scheffold natürlich nicht. Er wünscht sich über das ELR-Programm finanzielle Unterstützung für das Hotel „Schöne Aussicht“ in Niederwasser, das als größter Übernachtungsbringer seinen Spa-Bereich ausbauen möchte. Ebenso wünscht er sich für gut integrierte und in eigenen Wohnungen lebende Flüchtlingsfamilien eine Bleibeperspektive seitens der Politik. Und Scheffold würde sich neben einer schnellen digitalen Vernetzung über mehr finanzielle Unterstützung über den Finanzausgleich für Flächengemeinden freuen, um mit entsprechenden Investitionen attraktiv zu bleiben und so die spürbare Landflucht in der Region aufhalten zu können.

Thorsten Frei und seine Berliner Mitarbeiter Yvonne Witzmann und Christian Friedrich zu Gast im Hornberger Rathaus bei Bürgermeister Siegfried Scheffold und den beiden Ortsvorstehern Gottfried Bühler und Bernhard Dold (links).